Bietergemeinschaft, Arbeitsgemeinschaft und Generalunternehmen unterscheiden

Die Bietergemeinschaft ist ein Zusammenschluss mehrerer Unternehmen, diese sind in einem Ausschreibungsverfahren gleichrangig. Ein Generalunternehmen ist dagegen ein Hauptunternehmen, welches Subunternehmen beauftragt. Das Generalunternehmen nimmt als Einzelfirma an der Ausschreibung teil. Generalunternehmen führen die Leistung demzufolge nicht selbstständig aus, sondern vergeben diese an Subunternehmer. Während Generalunternehmen also die Aufträge als Vermittler an Unterunternehmen weitergeben, bestehen Bietergemeinschaften aus gleichberechtigten Unternehmen und stehen jeweils im Vertragsverhältnis zu dem Auftraggeber. Ein Subunternehmer steht jedoch nicht im Vertragsverhältnis zum Auftraggeber.

Bewerber- und Bietergemeinschaften sind wie Einzelbewerber und -bieter zu behandeln.

§ 43 Absatz 2 Vergabeverordnung (VgV)
Bietergemeinschaft, Arbeitsgemeinschaft und Generalunternehmen unterscheiden

Nutzen Sie unsere fachanwaltliche Unterstützung. Wir haben verschiedene Gebührenangebote für Sie im Angebot.

Bietergemeinschaft wird zur Arbeitsgemeinschaft

Erhält eine Bietergemeinschaft von der Vergabestelle einen Zuschlag, so wird sie automatisch zur Arbeitsgemeinschaft sobald sie zur Vertragspartnerin des Auftraggebers wird.

Bei einer Bietergemeinschaft sind alle Unternehmen gleichberechtigt. Sie treten als Vertragspartner gegenüber dem Auftraggeber auf.

Rechtsanwältin Karoline Behrend, Fachanwältin für Vergaberecht

Generalunternehmen als Vermittler

Generalunternehmen treten bei Ausschreibungen als Einzelfirma auf. Um an den Ausschreibungen teilnehmen zu können, operieren sie als Vermittler, da sie selbst keine Aufträge ausführen, sondern Subunternehmer beauftragen.

Generalunternehmen sind Hauptunternehmen.

Rechtsanwältin Karoline Behrend, Fachanwältin für Vergaberecht

Die Subunternehmen eines Generalunternehmens stehen dabei in keinem rechtlichen Verhältnis zu den Vergabestellen.

Teilnahme

Wir sind Fachanwälte und begleiten Sie bei jedem Ausschreibungsverfahren.

Der Einsatz von Unterauftragnehmern oder Subunternehmern ist oberhalb der Schwellenwerte immer unbegrenzt möglich. 

Rechtsanwalt Dipl.-Ing. Michael Horak, LL.M.
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