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Kanzlei mit Vergaberecht für öffentliche Auftraggeber, Vergabestellen sowie Bewerber und Bieter

Begleitung aller Vergabeverfahren, Fachanwalt für Vergaberecht, EU-Vergaberecht, nationales Vergaberecht, e-Vergabe, öffentliche Ausschreibung, Schwellenwerte, Konzessionen, Zuwendungen, GWB, VgV, UVgO, VOB/A, Rüge, Nachprüfungsverfahren, Zuschlag, vorzeitige Beendigung der Vergabe, Schadensersatz, erneute Vergabe

unbeschränkte Ausschreibung

Schwellenwerte im Vergaberecht kennen

EU-Schwellenwerte 2026 und 2027 Für die Anwendung des europäischen Vergaberechts muss der geschätzte Auftrags- oder Vertragswert den maßgeblichen Schwellenwert erreichen oder überschreiten. Maßgeblich sind § 106 GWB und die dort in Bezug genommenen EU-Richtlinien. Die Schätzung erfolgt grundsätzlich ohne Umsatzsteuer und einschließlich Optionen sowie Vertragsverlängerungen. Ausnahmen vom Vergaberecht bleiben gesondert zu prüfen. Diese EU-Schwellenwerte gelten […]

Losvergabe einsetzen

Losvergabe fördert den Mittelstand Bei der Losvergabe wird ein Auftrag in kleinere Einheiten aufgeteilt. Teillose teilen nach Menge, Fachlose nach Art oder Fachgebiet. Dadurch sollen auch kleine und mittlere Unternehmen Aufträge übernehmen können. Aktuelle Rechtsgrundlage Seit 1. Juli 2026 regelt § 97a GWB den Losgrundsatz. Mehrere Lose dürfen zusammen vergeben werden, wenn wirtschaftliche oder technische […]

Mischkalkulation erstellen

Bei einer Mischkalkulation werden Preisbestandteile zwischen Positionen eines Leistungsverzeichnisses verlagert. Werden dadurch an den vorgesehenen Stellen nicht die tatsächlich geforderten Preise angegeben, kann dies zum Ausschluss des Angebots führen. Unternehmen sind bei ihrer Kalkulation grundsätzlich frei. Ein niedriger, hoher oder sogar auf null gesetzter Einzelpreis beweist für sich genommen noch keine unzulässige Preisverlagerung. Entscheidend sind […]

Bedeutung von Mantelbogenverfahren

Ein Mantelbogen oder Angebotsschreiben fasst die wesentlichen Angaben eines Angebots zusammen. Welche Formulare und Erklärungen erforderlich sind, ergibt sich aus den Vergabeunterlagen. Im Anwendungsbereich des § 53 Absatz 1 VgV werden Angebote grundsätzlich elektronisch in Textform nach § 126b BGB übermittelt. Textform ist nicht mit einer elektronischen Signatur gleichzusetzen: Erforderlich ist insbesondere eine lesbare Erklärung, […]

Öffentliche Hand ist umgangssprachlich

„Öffentliche Hand“ ist ein Sammelbegriff für staatliche und sonstige öffentlich-rechtlich geprägte Einrichtungen. Dazu zählen insbesondere Bund, Länder und Gemeinden; je nach Zusammenhang können auch weitere Einrichtungen und öffentlich beherrschte Unternehmen erfasst sein. Für die Anwendung des Vergaberechts ist die umgangssprachliche Bezeichnung allein nicht entscheidend. Zu prüfen sind die gesetzlichen Auftraggeberbegriffe, insbesondere §§ 98 bis 101 […]

Vergabeverfahren kurz erklärt

Das passende Vergabeverfahren wählen Bei klassischen EU-Vergaben stehen offenes und nicht offenes Verfahren mit Teilnahmewettbewerb grundsätzlich gleichrangig zur Verfügung. Verhandlungsverfahren, wettbewerblicher Dialog und Innovationspartnerschaft setzen die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen voraus. Eine Übersicht enthält die Seite Vergabearten. Teilnahmewettbewerb und Angebotsphase Im offenen Verfahren können Unternehmen unmittelbar Angebote abgeben; ein vorgeschalteter Teilnahmewettbewerb findet nicht statt. Im nicht […]

Anfängerfehler bei öffentlichen Ausschreibungen

Bei öffentlichen Ausschreibungen können formale Fehler die Zuschlagschancen gefährden. Besonders häufig betreffen sie unklare Anforderungen, Änderungen der Vertragsbedingungen sowie fehlende oder verspätet eingereichte Unterlagen. Ob Unterlagen nachgereicht oder berichtigt werden dürfen, hängt vom anwendbaren Regelwerk, der Art des Mangels und den Festlegungen des Auftraggebers ab. Ein Ausschluss ist deshalb jeweils anhand des konkreten Fehlers zu […]

Anfängerfehler 3: Ausschreibungsunterlagen nicht richtig lesen

Bieter sollten die Bekanntmachung und sämtliche Vergabeunterlagen frühzeitig und vollständig prüfen. Entscheidend sind insbesondere Leistungsbeschreibung, Eignungsnachweise, Preisangaben, Vertragsbedingungen, Formvorgaben und Fristen. Fehlende Unterlagen und Nachforderung Die Aussage, fehlende Unterlagen könnten grundsätzlich nicht nachgereicht werden, trifft nicht zu. § 56 VgV erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die Nachforderung, Vervollständigung oder Berichtigung von Unterlagen. Für leistungsbezogene Unterlagen, die […]

Anfängerfehler 2: Unverbindliches Angebot machen

Ein Angebot muss den Vergabeunterlagen entsprechen und den Bieter innerhalb der maßgeblichen Bindefrist binden. Inhaltliche Vorbehalte, abweichende Leistungen oder Änderungen der Vertragsbedingungen können einen Angebotsausschluss begründen. Eigene Geschäftsbedingungen sorgfältig prüfen Die Einbeziehung eigener, von den Vergabeunterlagen abweichender Geschäftsbedingungen kann eine unzulässige Änderung darstellen. Ob tatsächlich eine Abweichung vorliegt, ist durch Auslegung des Angebots und der […]

Erfolglose Bewerber und Bieter informieren

Im Anwendungsbereich des § 134 GWB müssen die betroffenen erfolglosen Bieter grundsätzlich vor dem Zuschlag informiert werden. Die Vorabinformation erfolgt unverzüglich in Textform; sie ist von einer nachträglichen Mitteilung über das Ergebnis des Verfahrens zu unterscheiden. Inhalt der Vorabinformation Die Pflicht erfasst auch betroffene Bewerber, denen zuvor keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung gegeben […]

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